6 Tipps für bessere Fotos von Ihrer Unterkunft

Einer der wichtigsten Entscheidungsfaktoren (oder vielleicht sogar der wichtigste) ob sich Gäste für oder gegen eine Unterkunft entscheiden sind die Fotos.
Dabei ist es der oft erwähnte „erste Eindruck“ das was zählt. Leider kommt es nicht selten vor, dass Unterkünfte hier das Geld sparen und lieber selbst schnell Hand anlegen um ein paar Fotos knipsen – nach dem Motto „wird ja schon reichen“.
Damit kann oft das Gegenteil von dem erreicht werden was man eigentlich will, weil solche Fotos (die oft vielleicht sogar nur mit dem Handy gemacht werden) häufig qualitativ nicht ausreichen um gegen die Vielzahl der verfügbaren Unterkünfte mitzuhalten.
Im Grunde muss man nur überlegen nach welchen Aspekten man die Unterkünfte für eigene Urlaube auswählt, dann gelangt man wahrscheinlich schnell zu dem Punkt „Fotos“.

Wir vom Tourismus Service Salzburg bieten zwar ein günstiges Paket für professionelle Fotos Ihrer Unterkunft an (hier finden Sie Infos dazu), dennoch möchten wir allen Vermieterinnen und Vermietern ein paar Tipps geben, wie man mit einfachen Möglichkeiten zu besseren Bildern kommt.

1. Weniger ist mehr

Ein Spruch der auf so viele Lebenslagen anzuwenden ist und auch zu diese Thema perfekt passt. Man neigt für gewöhnlich dazu, soviel wie möglich zu präsentieren und zu zeigen, dass man schnell übersieht, was alles zusammenkommt.
Gäste wollen einen guten Überblick was sie vor Ort erwartet – die wenigsten wollen sich durch unzählige Fotos kämpfen die immer wieder das selbe zeigen.

Weniger Fotos, dafür wohl überlegt welche am Besten „funktionieren“ sind in der Regel besser, als X Fotos auf denen man im Grunde immer fast das selbe sieht.

Über den Daumen reichen meistens schon ein Hauptfoto pro Zimmer und vielleicht noch eine zweite Perspektive, zusätzlich ein Detailfoto und das wars – weiter zum nächsten Zimmer.
Bei einer Ferienwohnung gilt das Prinzip ebenso, mit dem Unterschied, dass man natürlich nicht nur 2-3 Fotos von der ganzen Wohnung machen sollte, sondern jeweils von den wichtigsten Räumen.

2. Auf das Licht achten

Innenräume neigen dazu etwas zu dunkel zu sein. Je nachdem welche Kamera man verwendet und welche automatischen Einstellungen man verwendet, erscheinen Fotos häufig unscharf, verwackelt oder haben viel Rauschen im Bild.

Der Grund dafür ist folgender: Die Kamera versucht die dünklere Umgebung mit einer erhöhten Empfindlichkeit des Bildsensors zu umgehen und zugleich eine Belichtungszeit zu wählen, die es trotzdem erlaubt, „aus der Hand zu schießen“ (also ohne Stativ oder dergleichen).
Die Resultate davon sind oben genannte Nebeneffekte.

Doch wie umgeht man das?
Die Kamera sollte im besten Fall auf einem stabilem Stativ stehen (oder zumindest auf einer stabilen Unterlage, die nicht wackelt.
Der nächste Schritt ist, die Einstellungen des sogenannten „ISO“-Wertes festzulegen (das ist die erwähnte Empfindlichkeit des Sensors). Am besten wählt man einen möglichst niedrigen Wert wie ISO 100 oder 200 (je niedriger desto besser).
Das wars eigentlich schon – in der Regel sollte die Kamera anhand der getätigten Einstellung alles andere automatisch einstellen.
Achten Sie nur noch darauf, dass sich das Stativ nicht mehr bewegt wenn der Auslöser betätigt wird.

3. Fernauslöser oder Selbstauslöser verwenden

Damit die Kamera möglichst scharfe Bilder schießt, sollte sie so stabil wie möglich liegen. Ein Stativ hilft ist dafür bestens geeignet.
Doch trotz Stativ kann es sein, dass sich die Kamera bewegt und unscharfe Bilder entstehen. Das kann schon von minimalen Erschütterungen durch Schritte oder auch durch das betätigen des Auslösers selbst passieren.

Um dem zu entgehen empfiehlt sich ein Fernauslöser. Ein Fernauslöser kann aus sicherer Entfernung verwendet werden ohne zu riskieren, dass man versehentlich eine Bewegung verursacht.
Außerdem sind solche Auslöser sehr günstig zu bekommen – in der Regel sollte man für weniger als EUR 10,- einen Fernauslöser für fast alle Kamerahersteller bekommen.

Will man sich das Geld sparen, kann man stattdessen auch zum Selbstauslöser greifen. Einfach in der Kamera einstellen, dass erst nach 5 oder 10 Sekunden ausgelöst werden soll und dann möglichst nicht bewegen. Schon sind Ihre Bilder schärfer

4. Gerade Linien

Kameras haben gegenüber unseren Augen einen großen Nachteil, denn wenn für uns sehen gerade Linien (wie zum Beispiel Wände, Türen, Kästen, Horizont, etc.) auch dann noch gerade aus wenn wir den Kopf neigen, eine andere Perspektive einnehmen oder auch auf dem Kopf stehen.

Eine Kamera kann das aus physikalischen Gründen leider nicht, daher bekommt man sogenannte „stürzende Linien“ sobald die Kamera nicht exakt in der Waage ist.
Fotos bei denen auf gerade Linien geachtet wurde, wirken in der Regel auch wesentlich natürlicher und auch professioneller.

Achten Sie daher noch vor dem Drücken des Auslösers darauf, dass Linien die „in echt“ gerade sind (wie zB Mauern/Türen, etc.) auch im Sucher der Kamera gerade sind. Sie werden feststellen, dass die Fotos auf Anhieb wesentlich besser aussehen.
Als zusätzliches Hilfsmittel kann man bei den meisten Kameras eine digitale Wasserwaage oder auch ein Gitternetz einblenden lassen, wodurch man die Linien noch besser im Griff hat.

5. Das Motiv & Details

Unabhängig vom Equipment ist das wichtigste das Motiv – in unserem Fall die Unterkunft, selbst. Das klingt sehr banal, doch viele vergessen beim Fotografieren ganz auf das Motiv. Ein paar Handgriffe vorm Auslösen der Kamera können schon den Unterschied machen.

Konkret gemeint ist damit, dass Sie darauf achten sollten, was am Foto genau zu sehen ist und gegebenenfalls Dinge die darauf zu sehen sind besser ins Licht zu rücken oder auch Dinge auszusparen. Auch das Verwenden von kleinen Hilfsmitteln (Zeitschriften, Pflanzen, Geschirr, etc.) kann dem Foto ein wenig Leben einhauchen.

Wählen Sie am besten im Vorhinein die für Sie schönste Perspektive eines Raumes und positionieren Sie Ihre Kamera (oder merken Sie sich die Stelle von der Sie fotografieren).
Machen Sie ein Testfoto und sehen Sie es sich genau an.
Gibt es etwas am Bild dass vielleicht ablenkt (zB angeschnittene Möbelstücke, zu viel/wenig Freiraum, …) dann überlegen Sie wie man es vermeidet. Wirkt etwas zu leblos, dann versuchen Sie mal eine Pflanze im Hintergrund zu positionieren oder legen Sie ein paar Zeitungen auf.
Spielen Sie ein wenig und Sie werden sehen, dass man mit Kleinigkeiten viel erreicht.

Aber Achtung – wie so oft – weniger ist mehr.

6. Einheitliche Fotos

Um einen guten Eindruck zu schaffen ist empfiehlt sich ein einheitliches Aussehen der Bilder untereinander.
Sie haben bestimmt schon Fotogalerien gesehen, bei denen man den Eindruck hat, dass es sich um willkürlich aneinandergereihte Fotos handelt: Ein Foto sieht gut aus, das nächste wirkt viel zu gelb, das übernächste viel zu kühl, usw.

Um das zu umgehen gibt es viele Möglichkeiten. Eine davon ist die digitale Nachbearbeitung am Computer (oder auch am Tablet oder Smartphone). Dabei ist nicht unbedingt der Einsatz von komplexen Programmen wie Photoshop gemeint. Es gibt heute soviele Apps und Programme mit Einstellungsmöglichkeiten und Filtern, dass auch Laien ohne großes technisches Verständnis beeindruckende Bilder machen können.

Die Gefahr ist dabei zwar, dass man die Fotos verfälscht – achten Sie daher darauf nur wenige Regler zu bedienen. Meistens gibt es in diesen Apps/Programmen Einstellungen für Farbtemperatur, Tönung, Helligkeit und Kontrast – mit diesen vier Reglern haben Sie schon ungeahnt viele Möglichkeiten.
Erscheint ein Bild zum Beispiel zu Gelb, versuchen Sie die Farbtemperatur mehr is bläuliche zu ziehen – Sie werden staunen.
Einen detaillierteren Bericht über solche Apps und Programme haben wir für einen unserer zukünftigen Blogbeiträge geplant. Bis dahin empfehle ich Ihnen die folgenden, kostenlosen Apps (die es sowohl für Handy als auch Tablets gibt): Snapseed, Lightroom Mobile, Camera+.

Wie Sie sehen gibt es vieles über das Thema zu sagen. Diese 6 Punkte sind natürlich bei weitem nicht alles was es braucht um perfekte Ergebnisse zu erhalten, aber Sie sollten einen guten Überblick zu einigen wichtigen Teilbereichen geben und Ihnen hoffentlich eine Hilfe geben.

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