Diese Buchungsplattformen sollten Sie sich für 2018 genau ansehen

Es scheint als würden fast täglich irgendwo im Internet neue Portale aus dem Nichts auftauchen und versprechen den Urlaubssuchenden die besten Ergebnisse, die günstigsten Preise und die einfachste Bedienung.

Aber wie sieht es auf der anderen Seite aus? Was ist mit den Vermietern? Woher weiß ich, welche Plattform eher verwendet wird und welche weniger? Wo tummeln sich die meisten Kunden? Wie hoch sind die Provisionen?

Wir wollen ein wenig Klarheit schaffen und eine Übersicht bieten, damit Sie wissen, welche Vorteile und Funktionen bestimmte Plattformen haben.
Um es einfach zu halten, stellen wir die Seiten vor, die unserer Meinung nach die gewinnbringensten für Vermieter sind und die höchsten Auslastungen erzielen – natürlich gibt es noch viele weitere gute Plattformen.
(Die folgenden Informationen entsprechen dem Stand von November 2017 und spiegeln neben den frei zugänglichen Informationen der Plattformen die Meinung des Authors wieder)

 

Airbnb

Airbnb

Die Plattform feiert nächstes Jahr erst ihr 10-jähriges Jubiläum und hat in seinem kurzen Dasein für einen großen Umschwung im Tourismusbereich gesorgt.
Anfangs war Airbnb den meisten eher dafür bekannt, dass man dort unkompliziert seine eigenen vier Wände an andere Privatpersonen „vermietet“ und sich der Reisende Geld spart, der Vermieter ganz einfach zu Geld kommt. In den letzten Jahre wandelte sich das Ganze aber immer mehr in Richtung „normale Buchungsplattform“ wo nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unterkünfte ihre Zimmer und Wohnungen zur Verfügung stellen.

Mittlerweile gibt es schon 4 Millionen Inserate in 191 Ländern – 260 Millionen Reisende nutzten Airbnb.
Das sind mal Zahlen. Da liegt es doch auf der Hand, dass man seine Chancen für eine erhöhte Auslastung mit einem Profil auf Airbnb definitiv erhöht.

 

Ein bisschen anders als die Anderen

Zwar läuft im Wesentlichen vieles gleich wie bei anderen Plattformen, doch in Sachen Buchung bietet Airbnb ein paar Unterschiede:
Man kann wählen zwischen „buchbar sein“ (Gäste können sofort buchen) oder „anbietbar sein“. Gut, das klingt jetzt nicht so besonders, ABER buchbar sein muss hier nicht heißen, dass alles und jeder buchen kann und sich der Gastgeber überraschen lassen muss wer kommt.
Der Gastgeber hat nämlich die Möglichkeit Bedingungen vorzugeben die alle erfüllt werden müssen, damit ein Gast buchen kann.
Das wären zB ein Lichtbildausweis, Empfehlungen von vorherigen Gastgebern, detaillierte Infos vom Gast. Daneben gelten die Standard-Voraussetzungen die Airbnb von jedem Gast verlangt: bestätigte E-Mailadresse und Telefonnummer, Zahlungsinfos und Zustimmung der Hausregeln.

Hausregeln? Ja, man kann ganz genau festlegen was im Haus möglich bzw. erlaubt ist und was nicht. Das müssen übrigens alle Gäste akzeptieren, egal ob Sie buchen oder nicht.
Will man trotz all dem nicht, dass jemand direkt bucht, kann man auch ganz normal über Buchungsanfragen arbeiten, bei der man dann individuell entscheidet ob man den Gast nimmt oder nicht.
Neben dem riesigen Vorteil, dass man seine Gäste sozusagen im Vorhinein schon „filtern“ kann, stellt Airbnb solche buchbaren Betriebe besser in Szene und garantiert auch eine höhere Auslastung.

Abschließend ist auch noch hervorzuheben, dass die Provisionen bei Airbnb sehr niedrig sind – die werden nämlich aufgeteilt: So bezahlt der Gastgeber nur 3-5% der Rechnung und den Rest trägt der Gast (zwischen 5-15%).
Man könnte noch viel mehr über Airbnb sagen – kurzum sind wir aber sehr positiv angetan von der Plattform und empfehlen jedem kleineren und mittleren Vermietungsbetrieb dort mitzumachen.

 

TripAdvisor

Den Namen oder das Logo haben Sie bestimmt schon oft gesehen oder gehört. TripAdvisor ist eine der weltweit größten Reise-Webseiten. Bekannt sein dürfte sie den meisten vor allem als Bewertungs- und Vergleichsplattform bei der sich Gäste im Vorhinein ein Bild über Unterkünfte oder auch Restaurants und mehr machen können. Das stimmt natürlich immer noch, doch man kann seine Unterkunft seit einiger Zeit auch direkt bei TripAdvisor registrieren und anbieten.

Da TripAdvisor weltweit monatlich um die 350 Millionen Reisenden Anzeigen präsentiert, zählt es zu den Plattformen auf denen man sein sollte.

Ähnlich wie bei Airbnb kann der Gast eine Buchungsanfrage oder eine normale Anfrage tätigen. Bei der Buchungsanfrage hat man als Gastgeber die Möglichkeit innerhalb von 24 Stunden die Anfrage zu akzeptieren oder auch abzulehnen. Sie haben also die Zügel in der Hand und sehen vorab wer gerne bei Ihnen Urlaub machen möchte.
Ein großer Vorteil ist außerdem das Gebühren-/Provisionsmodell:
Wie auch bei TripAdvisor teilt man sich die Gebühren mit dem Gast. Bei Buchungen zahlt der Vermieter nur 3%, der Gast trägt zwischen 8-14,5%.

 

booking.com

Die vermutlich größte und derzeit beliebteste Plattform auf der Reisende ihren Urlaub buchen. Laut booking.com finden täglich über 1,5 Millionen Buchungen weltweit statt. Vergleicht man die verfügbaren Unterkünfte in unserer Region, so findet man hier auch die meisten Vermietungsbetriebe. Vielleicht haben Sie selbst schon einen Urlaub via booking.com gebucht. Dann wissen Sie bereits wie einfach die Handhabe für den Gast hier ist.

Auch für Vermieter bietet die Plattform immer viel Neues und bemüht sich ständig die Benutzung zu verbessern.

Neben den normalen Kosten und Preisen hat man als Vermieter die Möglichkeit besondere Specials für „Genius Reisende“ anzubieten. Das sind quasi Zuckerl für Gäste die schon des öfteren ihre Reisen gebucht haben. Laut booking.com werden Unterkünfte mit Angeboten für Genius Reisende wesentlich öfter gebucht, als ohne besondere Angebote.
Das Provisionsmodell bei booking.com sieht im Vergleich zu den vorherigen beiden Portalen etwas anders aus. Hier bezahlt der Gastgeber die volle Provision. Die beträgt zwischen 10 – 15% der Buchung. Der Gast selbst zahlt somit nur den angegebenen Preis den der Vermieter einstellt und bekommt keinen Aufschlag dazugerechnet. Als Vermieter sollte man das im Voraus berücksichtigen.

Fest steht also, dass man booking.com in unseren Augen immer berücksichtigen sollte und sich die Chance auf die größte Plattform nicht entgehen lassen sollte. Auch wenn man als Vermieter etwas mehr an Provision abgeben muss – lieber für eine Buchung Provision zahlen, als keine Buchung zu haben.

Trivago, Modomondo & Checkfelix

Diese drei Portale sind durch die teilweise omnipräsente Darstellung in der Fernsehwerbung vielen Menschen bekannt.
Daher werden wir auch immer wieder gefragt, ob man dort nicht auch mitmachen soll.

Dabei handelt es sich allerdings um keine Buchungsplattformen im eigentlichen Sinn, sondern lediglich um Vergleichsportale. Das heißt, Gäste die dort suchen, bekommen Unterkünfte von unzähligen Plattformen präsentiert und kann dann einfach über das Vergleichsportal seinen Urlaub buchen.

Das heißt für Sie, dass Sie – sofern Sie auf bestimmten Buchungsseiten registriert sind, sowieso über diese Plattformen gefunden werden können.

Und sonst?

Es gibt wie eingangs schon erwähnt, noch unzählige weitere Plattformen und jeden Tag kommen neue dazu.

Jede Plattform hat natürlich Vor- & Nachteile und es gibt sicherlich noch mehr die man sich anschauen könnte. Wir werden daher auch in Zukunft immer ein Auge darauf haben und Sie darüber informieren, wenn es sich für Sie als Vermieter lohnt auf weiteren Plattformen ein Profil anzulegen.

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